Während viele Radfahrer noch auf Langlaufski unterwegs sind, sind andere bereits im Süden bei den Grundlagenkilometern. Ich genieße aktuell noch meine letzten Kilometer im Thüringer Wald und fahre trotzdem schon einige Runden mit MTB und Rennrad rund um Jena.
Leistungsdiagnostik auf dem Fahrrad – mein Erfahrungsbericht bei Way to Win
In diesem Jahr möchte ich mich mehr auf Marathons konzentrieren und wieder mehr Zeit ins Training investieren. Dazu war es mir wichtig, erst einmal den Status Quo zu bestimmen – meine alten Leistungsdiagnostik-Werte von 2017–2019 sind wohl nicht mehr aktuell.
Seit 2021 wird unser Team von Way to Win betreut – ein Trainingszentrum für Leistungs- und Breitensportler.
Wie bereite ich mich auf eine Leistungsdiagnostik vor?
Eine Leistungsdiagnostik ist sehr ähnlich zu einem Wettkampf – der Tag beginnt eigentlich schon eine Woche davor. 2–3 Tage Abstand zum letzten Wettkampf, die Vortage locker gestalten, und 2,5–3 Stunden vorher nichts mehr essen. Ich kenne meinen Körper mittlerweile sehr gut – das hat allerdings einige Jahre gedauert.
Ist eine Leistungsdiagnostik auch für Freizeitsportler sinnvoll?
Ja, für jeden der sich verbessern möchte. Viele Hobbysportler trainieren häufig zu schnell, wenn sie langsam fahren sollten. Dafür muss man aber seine Werte kennen.
Der Ablauf bei Way to Win:
1. Sprinttest: 15 Sekunden all out auf dem Wattbike – mein absoluter Favorit! Danach Laktatmessung am Ohrläppchen. Achtung: Das viele Laktat kann manchmal zusetzen, ich musste mich kurz hinlegen. Mein Ziel von 1000 Watt habe ich knapp verpasst – nächstes Mal dann.
2. Spiroergometrie: Rampentest bis zur völligen Erschöpfung mit Atemmaske. Die Maske ist nur gewöhnungsbedürftig – sobald man im Testmodus ist, merkt man davon nichts mehr.
3. Körperfettmessung mit Caliper – eine der genauesten Methoden.
4. Auswertungsgespräch: Konkrete Trainingsempfehlungen, Verpflegungsstrategien und individuelle Wattzonen.
Seit ich meine Fehler bei der Verpflegung kenne, läuft mein Training deutlich besser. Der Heißhunger nach dem Training ist weg, die Regeneration verbessert, die Müdigkeit setzt später ein. Ein beruhigendes Gefühl, die Dinge wieder selbst in der Hand zu haben.
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