Die AlpenTour Trophy 2024 in Schladming am Dachstein: Ein Radsport-Event der Superlative

Die AlpenTour Trophy ist ein Ereignis, das die Herzen aller Mountainbike-Enthusiasten höher schlagen lässt. Und ich bin mit dabei! Mit meinem knapp 1,5 Jährigen Sohn und meinem Mann geht es auf nach Schladming.

In der malerischen Region Schladming, die für ihre atemberaubenden Berge und idyllischen Landschaften bekannt ist, versammeln sich jährlich Radsportler aus aller Welt, um an diesem prestigeträchtigen Etappenrennen teilzunehmen.

Lelia auf dem mountainbike beim Radrennen Alpentour trophy

Für mich sind Etappenrennen schon immer eine Faszination. Zwischen sportlichem Wettkampf und dem Kennenlernen Gleichgesinnter liegt hier nur eine hauchdünne Linie.


Der Wettbewerb ist nicht nur unter den Hobbysportlern bekannt, sondern zählt ebenso zu den UCI Wettkämpfen. Als S1 Rennen warten hier jede Menge Weltranglistenpunkte auf die Teilnehmenden.

Diese müssen sich über die vier Tage jedoch hart verdient werden, empfehlen würde ich es trotzdem zu 100 Prozent!

Die AlpenTour Trophy 2024 – teilnehmen ja oder nein?

Was macht man, wenn man einen kostenfreien Startplatz bekommt, davor eh bereits in Österreich aber 0,0% fit ist für diese Distanz und Dauer? Richtig, man sagt ja. 😉

Strecke der Alpentour Trophy

Die AlpenTour Trophy, die vom 20. bis 23. Juni stattfindet, ist ein wahres Fest für Ausdauer und Fahrtechnik!

Mit vier anspruchsvollen Etappen, die insgesamt 192 Kilometer und 9.650 Höhenmeter umfassen, stellt sie eine der härtesten Herausforderungen im Mountainbike-Sport dar. Die Strecke führt durch die beeindruckende Landschaft der Schladminger Tauern, vorbei an kristallklaren Seen, über saftige Almwiesen und durch dichte Wälder, die den Teilnehmern nicht nur alles abverlangen, sondern auch unvergessliche Eindrücke hinterlassen.

Strecke Alpentour trophy

Das ganze könnte man als Klassentreffen der Mountainbike-Szene bezeichnen. 😉 

Unterkunft und Verpflegung

Für die Übernachtungen haben wir uns für den Alpine Club Schladming entschieden, ein gemütliches Hotel, das mit seiner ruhigen Lage und dem Panoramablick auf die Berge überzeugt. Die Unterkunft bietet komfortable Appartements mit Küchenzeile, was mir die Möglichkeit gab, meine Verpflegung selbst zu organisieren und mich optimal auf die täglichen Herausforderungen vorzubereiten.

Gerade mit Kind hat uns das Appartement vieles erleichtert. Ich konnte zum Start radeln und Sandro und unser Sohn konnten in Ruhe Frühstücken und danach auf den kleinen Spielplatz vor dem Haus. 

Mit dem Kinderwagen ging es über einen kleinen Fußgängerweg direkt und schnell in den Ort. 

Etappenvorschau 

Tag 1: Harter Auftakt

Der erste Tag begann mit einer Etappe von Schladming zur Dachstein Türlwandhütte und zurück nach Schladming. Diese 67 km lange Route mit 3.100 Höhenmetern war ein perfekter Start in das Rennen. 

Tag 2: Kräftemessen

Am zweiten Tag wurde das Rennen härter, die Steigungen steiler und die technischen Passagen anspruchsvoller. Die 57 km lange Strecke von Schladming zum Hauser Kaibling und zurück forderte 2.500 Höhenmeter. 

Radfahrt bergab auf die Trails zurück ins Tal

Tag 3: Die Königsetappe

Die dritte Etappe galt als Königsetappe der AlpenTour Trophy. Mit den meisten Höhenmetern und einer Route, die über einige der legendärsten Pässe führte, war es ein Tag, der in Erinnerung bleiben wird. Die 55 km lange Strecke von Schladming zur Reiteralm und zurück brachte uns 2.700 Höhenmeter näher zum Himmel.

Tag 4: Bergzeitfahren als Finale

Das 13 km lange Einzelzeitfahren vom Rathaus in Schladming zur Schafalm mit 1.250 Höhenmetern war das große Finale dieses epischen Rennens.

Meine Alpentour Trophy 

Jeder, der mich kennt, weiß wie sehr ich die Berge liebe. Dass die Alpentour schon lange auf meiner Wunschliste steht, ist dementsprechend wohl keine große Überraschung.

Jedes Jahr schaue ich mir die Highlight Videos des Rennens an und denke, irgendwann möchte ich da mitfahren. Als sich diese Gelegenheit angeboten hat, konnte ich nicht anders als zuzusagen. 

Und so ging es nach unserem Aufenthalt in Saalfelden Leogang direkt weiter nach Schladming. 

Bereits als wir ankamen, war eine super Stimmung vor Ort. Sehr viele Athleten und Athletinnen waren bereits mit ihren Fahrrädern in der Stadt unterwegs. Und auch bei der Startnummernausgabe ging es bereits in einer Schlange die Treppe nach oben. 

Schladming am dachstein

Oben erwartete uns dann eine prall gefüllte Startertüte mit einem schicken T-Shirt. Oftmals sind die Teilnehmer Trikots ja leider entweder aus furchtbarem Stoff, furchtbarem Design oder grausamen Schnitt. Manche kombinieren auch alles miteinander. 😉 Dann landen die Shirts für immer ungetragen im Kleiderschrank und das ist ja auch super schade. 

Das wird mit diesem T-Shirt nicht passieren.

Strecken-Briefing und Verpflegung 

In einem Heft sind für die Teilnehmer alle Informationen zusammengefasst. 

Fahrrad schieben beim Etappen Rennen

Startzeiten, Zuschauer-Hotspots und das gemeinsame tägliche Abendessen mit Siegerehrung.

Ebenso gab es Aufkleber für das Oberrohr, auf dem das Höhenprofil abgebildet war. 

Das ganze Event war wirklich super geplant, ich konnte es nicht erwarten, an die Startlinie zu gehen!

Das gemeinsame Abendessen haben wir allerdings immer ausfallen lassen. Mit Kleinkind ist das ganze einfach zu kompliziert. 

Dafür gab es umso mehr Vorfreude auf den ersten Tag. 

Schladming ist schön und super familiär, darauf kommen wir später nochmal zurück ;-). Aber es wird der Traumkulisse in den Bergen nicht gerecht. Niemals hätte ich mir so eine traumhaft schöne Landschaft vorgestellt. 

Der erste Startschuss fällt 

Der erste Morgen brach an, mit klassischen Haferflocken-Frühstück und Rennstress. Mittlerweile bin ich unzählige Rennen gefahren, und trotzdem ist es vor dem Rennen immer stressig. Eigentlich sollte man doch meinen, dass irgendwann alle Abläufe sitzen. 😉 

Wenigstens war das Bike bereits im Bikekeller des Hotels komplett fertig und so ging es direkt nach unten in den Ort. 

Da ich dieses Rennen wirklich nur als schöne Ausfahrt genießen wollte, reihte ich mich direkt hinten im Startblock ein. 

Zu meiner Freude sah ich bereits die ersten bekannten Gesichter am Start. 

Bergauf zum höchsten Punkt des Rennens

Dann ging es auch schon los: Jede der Etappen war wirklich einzigartig! Der Wechsel des Panoramas war immer wieder ein Highlight. Sämtliche Videos werden dieser Aussicht nicht gerecht, es war wirklich ein Traum. Weit oben in den Bergen, fantastische Aussicht auf Berg und Tal und Grüntöne in allen Varianten. 

Auch die Strecken an sich waren jeden Tag extrem abwechslungsreich. Einziger gemeinsamer Nenner war die Abfahrt ins Ziel. Diese erfolgte immer durch den Bikepark. Und obwohl die Bikepark Strecken wirklich gut zu fahren waren, brachten sie mich ans Limit. Nach so einem langen Tag im Sattel im Stehen und voll konzentriert die letzte Abfahrt zu fahren, war wirklich eine Herausforderung. 

Schladming am Dachstein

Meine Highlights 

Auch wenn absolut jeder Tag in Schladming für uns ein Highlight war, so toppt absolut nichts die einzigartige Landschaft! Ich bin schon in so vielen Regionen Fahrrad gefahren, aber nichts war jemals so schön wie die Strecken rund um Schladming. 

Vom Radprofi bis zu bekannten Hobbysportlern waren unzählige bekannte Gesichter dabei. Es war mir eine Freude neue Bekanntschaften im Rennen zu knüpfen, mit denen ich mich Tag für Tag durch die Berge quälen durfte. 

Die familiäre Atmosphäre zog sich bis zu den Polizisten durch, die mich vor dem Rennen angehalten haben und mir erklärt haben, ich hätte am Vortag meinen Geldbeutel verloren und soll ihn danach bei ihnen abholen. 😀

Freunde aus den Niederlanden

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