Ende Juni 2023 genossen wir einen 5-tägigen Kurzurlaub am malerischen Lago Maggiore in Trarego Viggiona. Direkt nach unserem Urlaub in der Toskana ging es weiter an den Lago Maggiore. Zusammen mit unserem Sohn und Freunden machten wir uns auf den Weg, um die Gegend rund um den Lago Maggiore zu erkunden. Neben dem Baden sollte natürlich auch Radfahren und Wandern auf dem Programm stehen.
Rückfahrt aus der Toskana: Bergige Anreise an den Lago Maggiore mit See-Flair
Schon die Anreise zauberte uns ein Lächeln ins Gesicht. Nach ein paar Tunnel-Durchfahrten konnten wir zwischen den Bergen bereits hinabschauen und das schimmernde Bau des Lago Maggiore sehen, die warme Seeluft und das besondere Flair spüren.
Nachdem unsere letzte Ferienwohnung in der Toskana ganz oben auf dem Berg lag und wir am Ende jeder Radtour immer mindestens 400 Höhenmeter überwinden mussten, wollten wir hier flach fahren. Denn mit dem Kinderanhänger (knapp 30 Kilo Extragewicht) fühlen sich die Anstiege doch deutlich anstrengender an.
Aber diesbezüglich sollten wir Pech haben 😉 Denn die Bergauffahrt mit dem Auto zu unserer nächsten Ferienwohnung wollte kein Ende nehmen. Nach einer kurzen Fahrt an der Seestraße entlang ging es für uns wieder hinauf zu unserem Ferienhaus. Ziemliche weit hinauf sogar. Wir Glücklichen waren also wieder ganz oben auf dem Berg 😉.

Das Ferienhaus Rockstairs Home: Mega Ausblick, schöner Garten
Unser Ferienhaus in Trarego Viggiona bot uns nicht nur einen atemberaubenden Blick auf den Lago Maggiore, sondern lag auch in unmittelbarer Nähe zu einer Vielzahl von Familienaktivitäten. Eine davon war Wonderwood, ein Abenteuerpark für Groß und Klein.
Das Ferienhaus hieß Rockstairs Home, weil man über einige Steinstufen zum Haus hinaufsteigen musste. Hier hatten wir ein ganzes Haus für uns und konnten es uns gemütlich machen. Das Haus war perfekt für vier Personen und ein Kind. Ausgeschrieben ist das Ferienhaus allerdings für sechs Personen, aber das finde ich sehr kuschelig 😉 .
Mit Garage für die Bikes optimal zwei Autos haben zusätzlich locker Platz in der Einfahrt. Der kleine Garten ist perfekt für ein entspanntes Frühstück in der Sonne mit bestem Blick auf den Lago Maggiore und die umliegenden Berge.

Trarego Viggiona: Unser Bergort oberhalb Cannero Riviera
Nach der Ankunft machten wir uns auf zur klassischen Erkundung der Gegend. Wir wollten den kleinen Ort zu Fuß erkunden und ein paar Dinge einkaufen.
Wir hatten Glück und fanden in Trarego Viggiona alles, was wir suchten. Es gab einen kleinen Supermarkt und einige nette Lokale. Im kleinen Bergort genossen wir die Ruhe abseits des Touri-Trubels unten am See. Wobei sich das Meiste im Süden abspielte, an der Westseite um Cannobio Richtung Schweizer Grenze, wo wir waren, schien es deutlich entspannter und war nicht überlaufen.
Die Einstiege zu den ersten Biketrails waren gleich um die Ecke unseres Hauses. Alles war sehr gut ausgeschildert, brauchten wir aber nicht 😉 Denn Patrik hatte alles im Griff und die jeweiligen Routen alle von Komoot heruntergeladen. Spoiler: Wir sind tatsächlich nie komplett im Gebüsch gelandet 😉 Alle Wege waren befahrbar/begehbar.
Wanderung zum Monte Morissolo
Einer der Höhepunkte unserer Reise war die Wanderung auf den Monte Morissolo.
Patrik hatte uns an diesem Tag eine beeindruckende Wanderung versprochen, bei der wir einen grandiosen Ausblick auf den Lago Maggiore haben würden. Dazu fuhren wir mit dem Auto ein Stück auf den Berg. Die kleine Wanderung sollte ca. 8 Kilometer lang sein. Dafür haben wir unseren kleinen Mann in die VAUDE Amaré Trage gepackt. In dieser Trage sitzt unser kleiner Mann am liebsten und sitzt auch relativ lange ohne Probleme während der Wanderung darin.
Die Wanderung war teilweise schon etwas schwierig zu meistern, Trittsicherheit war oft gefragt. Das war dann auch die Feuertaufe für unsere neuen VAUDE STX Wanderschuhe, die uns voll überzeugt haben. Die Trittsicherheit war mit den neuen Schuhen sehr gut und geschwitzt haben wir in den Schuhen auch nicht. Sehr bequem und toller Grip sorgten dafür, dass wir uns voll auf die Schönheit der Natur und die Aussicht konzentrieren konnten.

Der majestätische Berg bot uns einen atemberaubenden Panoramablick auf den Lago Maggiore und die umliegende Landschaft. Nach dem Aufstieg durch den Wald und über Wiesen konnten wir, sobald wir oben ankamen, die ganze Zeit auf den See hinabschauen bis zur Ankunft am Gipfelkreuz, wo sich der Blick auf ein weiteres Tal und noch einen Teil des Lagos eröffnete. Von hier aus sahen wir auch unser Ferienhaus am Gegenhang 😊
Auf der ganzen Wanderung kam uns kein Mensch entgegen und der Husky hatte seine helle Freude.
Die drei Kreuze über dem Lago Maggiore waren etwas ganz Besonderes und markierten unseren Wendepunkt. Der Rückweg war ein anderer, aber viel kürzerer und leichter zu gehender Weg. Es gibt also auch einfache Wege zu den drei Kreuzen.
Schwindelfrei muss man allerdings sein, Wanderstöcke sind zu empfehlen.

Mit dem Mountainbike auf die Cima di Morissolo
Ein weiteres unvergessliches Erlebnis war unsere Trainingsfahrt mit dem Mountainbike auf die Cima di Morissolo. Durch malerische Wälder und Blumenwiesen führte uns der Weg auf den aussichtsreichen Gipfel.
Der Aufstieg war voller spannender Entdeckungen, die uns tief beeindruckten. Eine Ziegenherde kreuzte unseren Weg und wir kamen an einem kleinen See vorbei. Bei klarem Wetter konnten wir bis zum glitzernden Lago Maggiore blicken und die Schönheit der Region in ihrer ganzen Pracht bewundern.
Besonderes italienisches Flair bekam das Ganze, als wir bergauf von einem 70-jährigen Italiener klassisch überholt wurden, der nur aus Waden bestand, ohne Helm fuhr und dessen Rad wahrscheinlich älter war als er selbst 😉. Zu unserer Verteidigung: Wir hatten immerhin den Kinderanhänger dabei.

Ein klassischer Touri-Tag
Am vorletzten Tag ging es ganz klassisch ans Wasser, um Pizza, Pasta und Eis zu essen. Nach so vielen sportlichen Einheiten konnten wir die Pause definitiv gut gebrauchen! Zuerst fuhren wir mit dem Auto an den See und von dort aus zu einem öffentlichen Strand. Dieser war sehr leer und gut gepflegt. So konnten wir alle zusammen ein bisschen im Wasser planschen, inklusive Baby und Hund. Danach machten wir einen kleinen Spaziergang durch den Ort und gingen zu einem leckeren Italiener direkt an der Uferpromenade. Für mich gab es meine Lieblingspizza Margherita 😉 Sandro hingegen nutzte die Gelegenheit, um frische Meeresfrüchte zu probieren.
In Cannobio schauten wir auch noch vorbei, schwammen zum Wasserpark (eigentlich für Kinder 😀 ) und verbrachten einen Mittag im Strandbad am See.
Auf Wiedersehen Lago Maggiore!
Unser Kurzurlaub am Lago Maggiore war eine wahre Oase der Erholung, des Abenteuers und der Familienzeit.
Für mich war es nicht das erste Mal am Lago Maggiore, jeder Ort rund um den Lago Maggiore ist jedoch anders. Das macht für mich den besonderen Reiz aus.


